Unsere Lager und Traditionen

Eine der wichtigsten Traditionen in der Pfadi ist der Pfadiname. Dieser wird im Pfadialltag anstatt des normalen Namens verwendet. Gewählt wird er vom Leitungsteam nach einer positiven Eigenschaft, einem besonderen Merkmal oder auch eines lustigen Pfadierlebnisses eines Kindes. Bei uns erhalten bereits Wölfli einen Pfadinamen, den sie beim Eintritt in die Pfadistufe behalten oder wechseln dürfen.

Die Pfadinamen werden im ersten Lager des Kindes im Rahmen einer Taufe vergeben. Dabei machen die Kinder kleine Mutproben und erhalten am Schluss am Lagerfeuer ihren neuen Pfadinamen. Weil die bereits getauften Kinder bei der Taufe mitwirken dürfen, ist es auch für sie ein Lagerhighlight.

Die Uniform ist das Erkennungszeichen der Pfadi. Früher bestand sie vor allem aus Pfadihemd und Krawatte, heute gibt es auch Pfadi T-Shirts und Pullis. Auf das Pfadihemd wird in jedem Lager ein Druck gestempelt als Erinnerung, dazu kommen verschiedene Abzeichen zum Aufnähen. An der Farbe der Pfadikrawatte sieht man, zu welcher Abteilung jemand gehört. Bei uns haben auch die verschiedenen Stufen unterschiedliche Krawattenfarben.

Die Kinder der Pfadistufe werden in Kleingruppen eingeteilt die wir Fähnli nennen. Bei den Mädchen sind es die Fähnli Buacha, Eicha und Arva, bei den Jungs Kondor, Gemsch und Hirsch. Jedes Fähnli hat ihren eigenen Ruf und ein Abzeichen für das Pfadihemd. Die ältesten Pfädis des Fähnlis dürfen als Leitpfädi bzw. Hilfsleitpfädi bereits ein bisschen Verantwortung übernehmen. Sie planen jedes Jahr 1-2 Samstagaktivitäten selbst und leiten ihr Fähnli am Fähnlilauf im Pfi-La.

Lager

Während der Winterpause veranstaltet das Leitungsteam ein gemeinsames Leitenden-Weekend wo das kommende Pfadijahr geplant wird. Das heisst die Quartalsprogramme für sämtliche Stufen ausserdem Lager und andere Anlässe. Dazu werden eventuelle Änderungen im Leitungsteam besprochen oder Ämtli übergeben. Auch bei den Leitpersonen darf der Spass nicht fehlen, so dass das gemeinsame Kochen und ein Überraschungsausflug natürlich auch ein wichtiger Teil des Wochenendes sind.

Das Pfingstlager ist ein kantonaler Anlass für alle Pfädis, Pios und Rover. Es wird jedes Jahr von einer anderen Abteilung organisiert. Das Highlight des Wochenendes ist der Fähnli- (Pfadi) bzw. Roverlauf (Pios & Leitende), wo sich die verschiedenen Abteilungen in Pfaditechniken wie Naturkunde, Samariter oder Blachenkunde messen. Ausserdem ist das Pfi-La als kantonaler Anlass natürlich eine tolle Gelegenheit, um neue Pfadifreundschaften zu schliessen und alte zu pflegen.

Das kantonale Wölfli-Weekend im Frühling ist für unsere Wölflis eine tolle Möglichkeit, eine erste Übernachtung im Zelt zu erleben. Ausserdem gibt es auch für sie einen kantonalen Wettkampf, wo sie ihr Pfadiwissen und ihre Kreativität unter Beweis stellen können.

Das Sommerlager ist ein zweiwöchiges Zeltlager für die Pfadistufe. Zum Programm gehören Aktivitäten wie Lagerbauten aus Blachen aufstellen, Geländespiele, eine Zweitageswanderung, Bändeliknüpfen und andere Bastelblöcke sowie das Erlernen von Pfaditechniken. Spezielle Highlights sind Ausflüge in der Umgebung wie in die Stadt, Badi oder auch einmal ein Lamatrekking oder Besuch in die Schoggifabrik. Neben dem Übernachten im Zelt ist es für die neusten Pfädis ausserdem sehr aufregend, ihren neuen Pfadinamen zu bekommen.

Im Fusionslager im September treten jeweils die ältesten Kinder einer Stufe in die nächste Stufe über. Die ältesten Biber müssen auf einer kleinen Wanderung noch einige kleine Aufgaben lösen, bevor sie unter dem Spalier der älteren Kinder in die Wolfsstufe übertreten. Danach laufen alle Wölfli, Pfädis und Pios zum Übertrittsplatz im Igiser Wald. Dort hat das Leitungsteam eine Seilbahn über eine kleine Schlucht vorbereitet. Die ältesten Wölfli dürfen diese dann überqueren und werden auf der anderen Seite von den Pfädis willkommen geheissen. Die ältesten Pfädis dagegen überqueren die Schlucht zu Fuss um auf der anderen Seite von den Pios empfangen zu werden, wobei die jüngeren Kinder sie mit Tannzapfen abschiessen dürfen. Zum Schluss überqueren die ältesten Pios die Seilbahn mit verbundenen Augen. Besonders für die übertretenden Kinder ist es ein aufregender Samstag, weshalb auch die Eltern herzlich eingeladen sind, beim Übertritt zuzuschauen.

Nach dem Übertritt spielen die Wölfli, Pfädis und Pios in ihren jeweiligen Stufen Spiele, um sich in der neuen Stufe besser kennenzulernen. Während für die Wölfli am späten Nachmittag die Aktivität zu Ende ist, essen Pfädis und Pios gemeinsam Znacht. Die Pfadistufe wandert anschliessend mit Fackeln auf die Ruine Falkenstein, wo am Lagerfeuer die neuen Fähnli verkündet werden. Bei gutem Wetter zelten sie anschliessend am Waldrand. Währenddessen absolvieren die neusten Pios ihre Piotaufe, die die älteren Pios für sie geplant haben.

Das Herbstlager ist das Highlight des Wölflijahres. Die Kinder verbringen gemeinsam 1 Woche in einem Lagerhaus. Zu einem roten Faden werden verschiedene Spiele, Bastelaktivitäten, Ausflüge und eine Tageswanderung gemacht. Für die jüngsten Wölfli ist ihre Namenstaufe ein Lagerhighlight.

Adventsaktivitäten

Jeweils um den 6. Dezember bekommen unsere Pfädis und Wölfli Besuch vom Samichlaus. Jedes Kind bekommt dann ein kurzes Feedback und natürlich ein Samichlaussäckli. Auch die Biber werden besucht und nutzen die Aktivität, um den Baumschmuck für Waldweihnachten zu basteln.

In Vorbereitung auf die Waldweihnacht in der Woche darauf backen unsere Pfädis und Wölfli Guatzli. Die Pfädis backen in ihren jeweiligen Fähnli bei einem Leitpfädi zu Hause, die Wölfli gemeinsam mit den Leitpersonen im Schulhaus Igis.

Die Waldweihnacht ist jedes Jahr der krönende Abschluss des Pfadijahres, zu dem auch alle Eltern, Familien und Bekannte herzlich eingeladen sind. Mit Fackeln und Laternen laufen die Wölfli, Pfädis und Pios vom Forum Landquart zu unserer Pfadihütte beim Vitaparcours. Dafür löscht die Gemeinde extra für uns die Strassenlaternen in der Schulstrasse. Bei der Pfadihütte angekommen, stossen dann auch die Kinder der Biberstufe dazu. Eine kleine Lichtung hinter der Pfadihütte wird seit Jahrzehnten von unserer Abteilung als Bühne für die Waldweihnacht genutzt. Dort werden gemeinsam Weihnachtslieder gesungen und auf das vergangene Pfadijahr zurückgeblickt. Anschliessend gibt es für alle Punsch und natürlich die Guatzli, die die Kinder gebacken haben.